Monster schleichen um dein Haus…

Endlich ist wieder Halloween, nicht mal ein Jahr ist vergangen und nun ist schon wieder eins. Das wievielte ist das jetzt eigentlich? Interessiert das überhaupt jemanden? In diesem Jahr scheinbar mehr als zuvor, denn ich lese hier und da von Halloweenpartys. Zum Beispiel gibt es ein GENRENALE HALLOWEEN SPECIAL im Flimmerzimmer Berlin, auf dem fünf Kurzfilmhighlights der GENRENALE 1 + 2 laufen, unter anderem LIEBE TOD ABENDBROT, YOU MISSED SONJA, HAPPY B-DAY, YELLOW und IN THE DEATHROOM.

 

Los geht das um 20:15 Uhr in der Café+Bar HERMAN SCHULZ, Finowstraße 33 in 10247 Berlin. Bereits einen Tag vor Halloween, nämlich genau heute, startet auch DER SAMURAI von Till Kleinert im Kino, ein wilder Genremix zwischen Märchen, Horror, Trash, Arthouse, Fantasy und Coming-Out. Der Film läuft auch innerhalb des Halloween-Specials im Kino Zukunft, Laskerstr. 5 in Berlin-Friedrichshain.

 

Zwischen diesen beiden Großveranstaltungen rennen Scharen von maskierten und geschminkten Kleinkindern umher und stellen wüste Forderungen nach Glucose. Auch bei mir klingeln sie. Ich gebe ihnen entweder etwas aus meinem 800 Gramm Glas Nutella oder je eine Traumfalter Filmwerkstatt Postkarte, man muss sie früh genug ködern, dass sie später Exposé ordern bis es knallt. Dann lehne ich mich zurück und denke an die guten alten Zeiten, wo auch ich noch Süßes betteln ging mit einer Plastiktüte. Das hieß zwar Fasching, aber was soll’s.

 

Aber auch hier auf Traumfalter Filmwerkstatt gibt es wieder ein kleines Halloween-Special. Doch über was schreiben, worüber nicht schon tausend mal in anderen Halloweenartikeln geschrieben wurde? Immer wieder finde ich Listen mit den besten Horrorgestalten, auf dessen Spitzenplätzen immer dieselben Typen herumlungern. Das Alien, King Kong, Michael Myers, Sigmar Gabriel, es ist irgendwie immer das Gleiche.

 

Unrecht haben solche Listen jetzt nicht unbedingt, aber welche Monster haben mir denn damals, als ich noch ein kleiner Bub war, wirklich Angst eingejagt? Zum diesjährigen Kürbisfest präsentiere ich also nun meine ungeordnete Top Ten der schaurigsten Filmmonster, die je die Leinwände besudelt haben. Also dann, Vorhang auf für…

 

 

 

 

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Shuna Sassi ist eine Bewohnerin Midians aus dem Film NIGHTBREED, bei uns besser bekannt als CABAL – DIE BRUT DER NACHT, dem zweiten Spielfilm von Clive Barker. NIGHTBREED enthält eine Vielzahl von alptraumhaften Charakteren, zum Beispiel den Psychiater Dr. Philip K. Decker, gespielt von Regisseur David Cronenberg, oder die anderen Bewohner Midians Narziss oder Mondkopf. Am meisten gefürchtet habe ich mich allerdings vor Shuna Sassi. Ihr graziler Körper ist mit Stacheln überzogen, die tödliche Projektile sein können, wenn Shuna sich rüttelt und schüttelt. Wie alle anderen Bewohner Midians sind Shuna und der Rest der Brut der Nacht keine klassischen Horrorgestalten, sondern tragische Wesen mit einer traurigen Geschichte.

 

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Basierend auf der Geschichte “Cabal” aus dem sechsten Buch des Blutes von Autor Clive Barker entwickelt die Brut der Nacht eine ganz eigene magische Anziehungskraft, Schrecken und Faszination zugleich.

 

Hinter dem fantastischem Kostüm Shuna Sassis steckte die Schauspielerin Christine McCorkindale, die nach NIGHTBREED aber in keinem weitern Film zu bewundern war. Die Veröffentlichung des knapp dreistündigen Director’s Cut steht noch immer aus, auch soll Clive Barker eine Serie über Midian planen. Shuna Sassi gehört für mich zu den wenigen Horrormonstern, vor denen man Furcht und Zuneigung gleichermaßen empfindet, was sie in dieser Auflistung wohl einmalig macht.

 

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Ich gebe es zu, auch vor GHOSTBUSTERS habe ich mich ein wenig gegruselt (ich habe einen guten Freund, der das auch heute noch tut). Im Gegensatz zu Slimer und dem Marshmallowmann waren die Terrorhunde, die aus Steinstatuen eines Hochhausdaches erwachten, wirklich bedrohlich.

 

Im Film GHOSTBUSTERS aus dem Jahr 1984 gibt es gleich zwei davon, den Torwächter Zuul und den Schlüsselmeister Vincez Clortho. Eigentlich ist das ganze höchst kompliziert. Denn der Gott Goozer hat beide Wesen geschickt, um seine Rückkehr auf Erden vorzubereiten. Und beide Hunde sind dann auch gleichzeitig Dana (Sigourney Weaver) und Louis (Rick Moranis).

 

 

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Besonders vor Zuul hab ich mich echt gefürchtet, auch wenn die Schoßhündchen von Goozer, dem Vernichter, jetzt nicht so alptraumhaft gestaltet waren wie Shuna Sassi. Aber inszenatorisch war das Ganze extrem effektiv, Zuul im Kühlschrank und in Sigourney Weaver, die dann auch sehr schön knurren konnte, das war schön recht haarsträubend.

 

Ähnlich großes Schauerpotential hatte zwar auch Gmork, der Wolf aus DIE UNENDLICHE GESCHICHTE, auch vor CUJO hab ich mich gefürchtet. Aber insgesamt betrachtet sind die beiden Kläffer aus GHOSTBUSTERS wohl die cooleren Monster und dürfen hier auf der Monsterparty natürlich nicht fehlen.

 

 

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“Wenn du einen Garten hast, dann grabe nicht zu tief!” So oder ähnlich lautete eine Tagline auf der Videokassette des Films THE GATE – DIE UNTERIRDISCHEN und die hat mich natürlich gefesselt. THE GATE war eine meiner ersten VHS-Erfahrungen, ein Juwel der Achtziger Jahre mit einem ganz kleinen Stephen Dorff.

 

Der und sein Kumpel öffnen im Garten ein Loch in der Erde und somit einen Weg in die Hölle. Aus diesem Loch klettern nun kleine Mini-Dämonen, die die Kids am sturmfreien Wochenende ganz schön auf Trab halten.

 

 

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THE GATE fand ich ziemlich schaurig. Als ich ihn kürzlich noch einmal sah, war mir gar nicht mehr so bewusst, warum, die Mini-Dämonen sind fast niedlich, der Streifen ist eher ein poppiges Fantasygruselfilmchen mit tollen Stop-Motion-Kreaturen, handgemachten Effekten, getüncht in Neonfarben – damals schaurig, heute eher zum Schießen (vor allem die übertrieben Mimik der Jungdarsteller). Trotzdem mag ich den Mix zwischen THE GOONIES und THE EVIL DEAD auch heute noch sehr, auch die Fortsetzung THE GATE 2, die es bis heute nicht als deutsche Disc gibt, finde ich gelungen.

 

Auch wenn ich die Minidämonen heute nicht mehr so angsteinflößend sind wie damals, die Vorstellung, die Viecher unter dem Bett anzutreffen, kann bestimmt dem ein oder anderen immer noch einen Schauer über den Rücken jagen lassen.

 

 

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Das nächste Monsterexemplar ist eigentlich ein tragisches Wesen, welches viel mehr zu Tränen rührt als Angst einzujagen. Natürlich war der Film DIE FLIEGE von Davon Cronenberg ein schwer verdaulicher Horrorstreifen, der auf dem Schulhof ausgiebig diskutiert wurde.

 

Ich mag aber auch die Fortsetzung aus dem Jahr 1989 mit Eric Stolz und Daphne Zuniga von Regisseur und Effektspezialist Chris Wales (RETURN OF THE JEDI, GREMLINS, ENEMY MINE). Die Geschichte um den gequälten Golden Retriever verstört mich irgendwie noch heute.

 

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Martin ist der Sohn von Seth “Die Fliege” Brundle und aus diesem Grund wird er auch von Bartok Industries überwacht, die die Experimente Brundles fortführen. Unter anderem an Martins Hund, der die Teleportation aber ähnlich schlecht übersteht wie der Pavian in DIE FLIEGE. Martins Hund aber stirbt nicht durch das Experiment und wird noch zwei Jahre lang in einem Spezialzwinger untergebracht, bis ihn Martin findet und ihn von seinen Leiden erlöst.

 

Dieser Handlungsstrang ist ungemein beklemmend inszeniert und vor allem toll gespielt, Eric Stolz macht das phänomenal, sein Schmerz geht wirklich zu Herzen. Der arme Hund hingegen macht nicht nur Angst, sondern auch wütend, wütend auf Bartok und seine Experimente. Ich habe mir die Sequenz im Vorfeld noch einmal angesehen und sie schlägt einem noch immer schmerzvoll in die Magengrube. Nicht wegen der ekeligen Maske, sondern weil man mit Martin Brundle mitfühlt.

 

 

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RAZORBACK – noch so ein VHS-Klassiker von Constantin Video mit tollem Coverartwork. Hab ich auch als Bub gesehen oder besser gesagt, sehen wollen, aber die vermaledeite VHS war derart dunkel, dass man den Kampkoloss der Hölle nur erahnen konnte. Jener war nämlich ein riesiges Wildschwein im australischem Outback, welches Jagd auf Menschen macht. Irgendwo zwischen CROCODILE DUNDEE und TEXAS CHAINSAW MASSACRE schafft es der Film von Russel Mulcahy (HIGHLANDER), eine dichte und düstere Atmosphäre aufzubauen. Bei der alten Wildsau verhält es sich wohl wie beim ALIEN, je weniger man vom ihm sieht, desto schauriger ist das Ganze. Dass man aber nun auf Video fast gar nichts sah, konnte man sich damit dann auch nicht schönreden.

 

Später dann habe ich ihn auf DVD gesehen, eine Blu-ray Disc gibt es immer noch nicht. Und was soll ich sagen, das Vieh sah für damalige Verhältnisse (1984) ganz manierlich aus. Der Film ist nicht wirklich blutig, doch die Atmosphäre und die sich langsam steigernde Spannung aber machen RAZORBACK auch heute noch zu einem Geheimtipp in Sachen Tierhorror neben all dem anderen Schweinskram (PIG HUNT, KEILER).

 

 

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Nun endlich einer der absoluten Kindheitsklassiker – CRITTERS aus dem Jahr 1986, und nicht nur das, auch dieser Film war ein Alptraumgarant, möchte man heute gar nicht mehr meinen. War aber so. CRITTERS gehört für mich in eine obskure Liste an Filmen, die mir als Kind nächtelang den Schlaf geraubt haben. Darunter waren zum Beispiel auch MÄRCHEN EINER WANDERUNG, BRIEFE EINES TOTEN und der Kojak-Spielfilm DER MORDFALL MARCUS NELSON.Warum die Critters so schaurig waren? Weil sie irre herumwuseln konnten, kleine Kugeln voller scharfer Zähne, die alles fressen, was ihnen vor die Lefze kommt. Die abgeschiedene Farm trug auch zur Gruselstimmung bei, eine angenagte Kuh auf einem vernebelten Feld – schaurig noch heute.

 

 

Auch die Fortsetzung CRITTERS 2 fand ich klasse, obwohl diese eher komödiantische Töne anschlug. Später konnte man in CRITTERS 3 sogar einen ganz jungen Leonardo DiCaprio entdecken, das ist ja immerhin auch etwas. Warum gibts bis heute kein CRITTERS-Remake? CRITTERS ist ein Klassiker und gehört in jede gute Monstersammlung.

 

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Es muss nicht immer ein Film sein, der einen das Fürchten lehrt. Manchmal ist es sogar besser, man schaut sich den Film zum VHS-Cover erst gar nicht an. So passiert bei RAWHEAD REX, auch eine Clive Barker Verfilmung, aber aus einer Zeit, an der man sich mit der Fantasie des Kultautors ebenso schwer tat wie beispielsweise mit Lovecraft.

 

Ich entdeckte die Videokassette in einem schäbigen Filmschuppen in Gera, das Wesen auf dem Cover fand ich gar schrecklich und ich habe den Film aus verschiedenen Gründen erstmal stehen lassen (stattdessen die völlig zerstückelte Fassung von Argentos DEEP RED ausgeliehen).

 

 

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Als ich dann RAWHEAD REX das erste mal sah, hat es mich schon gegruselt. Aber eher davor, was sich die Macher des Streifens mit Rohkopf eigentlich gedacht hatten. Ich glaube, die Bilder sprechen eine deutliche Sprache, Rohkopf war eher eine lustige Gummipuppe mit haarsträubender Frisur und albernem Blick. Nix gruslig oder so, näh!

 

Was für eine Enttäuschung. RAWHEAD REX ist purer Trash, nicht mal gut gemacht. Schade, denn die Figur hat das eigentlich nicht verdient. Clive Barker hat später alles richtig gemacht, seine Bücher selbst zu verfilmen. Das ist ihm ein Jahr nach RAWHEAD REX mit HELLRAISER auch vorzüglich gelungen. Der alte Rohkopf indess taugt nicht mal als Spielzeugpuppe.

 

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Nun aber zu etwas wirklich schauderhaftem. POLTERGEIST 2 gehört für mich wie Teil 1 zu den Highlights der Achtziger Jahre. Da gab es einiges, was einem durch Mark und Bein fahren kann, Reverend Kane zum Beispiel oder die famose Zelda Rubinstein.

 

Eine Szene werde ich allerdings nie vergessen und zwar den Auftritt des fürchterlichen Tequlia-Wurms. Craig T. Nelson begräbt seinen Zorn um die Machtlosigkeit, seine Familie zu schützen, in einer Flasche Tequila. Am Grund der Flasche lebt ein Wurm, richtig, er lebt, öffnet kurz die Augen, bevor ihn Nelson in einem großen Schluck in seinen Magen befördert.

 

 

 

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Dort fängt das Böse auch gleich an zu wirken, Nelson beginnt mit üblem Psychoterror, nur die Liebe seiner Frau lässt ihn kurz inne halten. Liebe is nix für Dämonen, auch der Tequila-Wurm findet das buchstäblich zum Kotzen und er verlässt Craig T. Nelson auf dem Weg, wie er in ihn geraten ist. Klingt alles schon schön ekelig, aber es wird noch besser.

 

Aus dem Wirtskörper befreit watschelt der nunmehr sichtlich gewachsene Wurm durchs Wohnzimmer, ein Kopf auf einem Rumpf voller verkrüppelter Knochen. Der Tequlia-Wurm ist wohl eins der entsetzlichsten Kreaturen im Monsterzoo, er kann auch heute noch gestandene Männer das Fürchten lehren. Also merkt Euch das, niemals den Wurm mittrinken, wenn es mal eine Flasche Tequila sein muss.

 

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Das nächste Monster ist eigentlich kein richtiges, der Film KAMPF DER TITANEN noch nicht mal ein Horrorfilm. Das bedeutete aber nicht, dass man von dem Klassiker aus dem Jahr 1981 keine Alpträume bekommen kann. Ich habe mich jedes mal zu Tode gefürchtet, als ich den Film als Kind immer wieder im Kino sah. Klar, vor Medusa und dem Seeungeheuer, aber das schaurigste Ungeheuer war Calibos.

 

Calibos ist der Sohn der Göttin Thetis. Weil er die Herde geflügelter Pferde getötet hat, bestraft ihn Zeus und verwandelt ihn in ein Monster. Eigentlich sollte er die schöne Andromeda heiraten, nun lebt er in den Sümpfen und holt seine Angebetete ab und zu mit einer Geiergondel zu sich.

 

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Dann lässt er Riesenskorpione entstehen, hat eine fiese Peitsche und wird letztlich von Perseus verstümmelt. Thetis, Calibos Mutter, verflucht daraufhin ganz Theben und verlangt, dass  Andromeda dem Seeungeheuer geopfert werden soll.

 

Was soll ich weiter sagen, Calibos ist ein absoluter Alptraum für kleine Kinder, ein Teufel, ein Monster, dieser Blick, noch immer läuft es mir kalt den Rücken runter, wenn ich diese Bilder sehe. Irgendwann werde ich mal auf eine dieser ominösen Halloweenpartys gehen, verkleidet als Calibos. Ob ich da allerdings auch eine Andromeda treffe, ich bezweifle es.

 

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Zu guter letzt präsentiere ich in unserer kleinen Monstrositätenschau: die Graboiden aus TREMORS. Die sehen jetzt vielleicht nicht so fies wie Calibos, Shuna Sassi oder der Tequlia-Wurm aus, haben es aber in sich. Graboiden sind eine Art Würmer mit großen Mäulern wie Hummerscheren und Zungen wie Würgeschlangen.

 

Sie buddeln sich durch die Wüste von Nevada und führen dort einen Kleinkrieg mit Fred Ward und Kevin Bacon. Was sie dennoch so schauderlich macht, ist die gerissene Inszenierung mit dem nicht mehr sicheren Untergrund, auf dem wir alle stehen.

 

 

 

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TREMORS funktioniert deshalb so gut, weil man auf dem blanken Erdboden nicht mehr sicher ist. Das ist spannend in Szene gesetzt, selbst eine kurze Distanz von ein paar Metern zum rettenden Truck können den Adrenalinspiegel in die Höhe schnellen lassen. Graboiden sind fies, es hätte keine Proteste um Stuttgart 21 gegeben, hätte man Graboiden eingesetzt. Nur als Halloweenverkleidung ist der Graboid irgendwie nix, es sei denn, man hat nur die Wahl zwischen dem und Rawhead Rex. Als Filmgenuss ist TREMORS und seine drei Fortsetzungen aber immer noch ein haarsträubendes Ereignis.

 

Das waren sie, die besten klassischen Horrormonster meiner Kindheit. Was aber nicht heißt, dass es in späteren Jahrzehnten nicht ähnlich schauderliche Kreaturen gab. Hervorheben möchte ich an dieser Stelle unbedingt “Dren” aus SPLICE, die Crawler aus THE DESCENT, das bleiche Monster aus PANS LABYRINTH, Teufelsgott Kothoga aus THE RELIC, den Parasiten aus SPLINTER, Pyramid Head aus SILENT HILL und natürlich Lionells Mutter aus BRAINDEAD. Also genug Viecher für Leute, die die CRITTERS nicht mehr so furchteinflößend finden.

 

The thing to remember, when you go to bed…

…is watch out for goblins, who’ll munch on your head. Und was gibt es sonst noch bezüglich Halloween? Das Fernsehprogramm kann man fast knicken, immer die selben Kamellen: WRONG TURN und TRICK R TREAT auf Pro Sieben (00:45 und 02:20 Uhr), THE WALKING DEAD Marathon auf RTL 2, lediglich im Ersten läuft zur besten Sendezeit, also 03:20 Uhr, der recht unbekannte Klassiker FRIGHT (DIE FRATZE) von 1971, der einen frühen Slashervorläufer darstellt. Bleibt ansonsten wohl nur wieder der Gang in eine Videothek. Auch hier habe ich sechs nicht ganz so bekannte Horrorfilmchen als Carte Blood herausgesucht, die ich nur jedem Horrorfilmfan ans Herz legen möchte.

 

Angefangen mit MY NAME IS BRUCE mit Bruce Campbell um in Fahrt zu kommen, dann eine Prise WIND CHILL, ein Mysteriegrusler im Schnee mit Emily Blunt sowie den bereits genannten Film SPLINTER, der jetzt kein Meisterwerk ist, aber irgendwie Spaß macht. KILL LIST von Ben Wheatley dagegen ist ein richtiger Killer, eine Mischung aus  Sozialdrama und Okkultthriller, der ein erschütterndes Ende besitzt. Wer es lieber klassisch mag, kann sich nochmal DIE SCHLANGE IM REGENBOGEN von Wes Craven reinziehen, toller, atmosphärischer Voodoohorror mit Bill Pullman, mit fantastischer Musik von Brad Fidel und einer ziemlich fiesen Nagel-in-den-Hoden-Szene. Wem das nicht schockt, dem kann ich als Abschluss nur noch den experimentellen SUBCONSCOIUS CRUELTY an die Leber legen, aber bitte keine Beschwerden danach.

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Wie? Rezept? Ja, es gab im letzten Jahr das Originalrezept für grünen BAD TASTE-Schleim, welches mir Peter Jackson mal in einem Telegramm geschickt hat. In diesem Jahr müsst ihr Euch selbst was ausdenken. Oder ihr füllt diese Dieselhandschuhe von der Tankstelle mit Götterspeise und macht glitschige Hände zum Essen. ein ganzer Blumenkohl mit überträufelter Tomatensoße geht super als Gehirn durch, ansonsten tut es auch ein Knochen und ein Kilo Hack, dann kann man einen Fuß draus basteln, perfekt wird das Ganze mit Knoblauchzehen (also als Zehen).

 

So, nun is aber gut, Kinder, ich muss mich vorbereiten. Ich wünsche Euch ein schönes Halloweenfest. Eure Traumfalter Filmwerkstatt.

 

 

 

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Christian Hempel | Autor, Dramaturg und Stoffentwickler | Gesslerstraße 4 | 10829 Berlin | +49 172 357 69 25 | info@traumfalter-filmwerkstatt.de