Die kleine Genrefibel Teil 57: Krimi Krimi

Heute wollen wir uns mit etwas beschäftigen, vom dem man nachsagt, es sei des Deutschen Lieblingsgenre, auch wenn das wie ein Oxymoron klingt. Ja, die Deutschen lieben Genre, aber nur die Subgenre, die sie auch mögen. Man hört ja oft, das mit Genre und Deutschland sei ein Drama. Aber ich habe noch keinen Deutschen getroffen, der gesagt hat, er liebe Dramen. Nein, mal ganz ohne Klischees, der Deutsche liebt Pünktlichkeit, Fußball, Kohlrouladen und den Krimi. Das ist wohl Erziehungssache, schon Alfred Hitchcock hat gesagt: “Alle schlechten Eigenschaften entwickeln sich in der Familie – das fängt mit Mord an und geht über Betrug und Trunksucht bis zum Rauchen.” Aber weiß der Deutsche da eigentlich, was er so liebt? Was ist das überhaupt, der Krimi, dieses lustige, posemuckelige Wort, in dem es doch oft um so grässliche Dinge geht wie…ja genau, Mord!

 

 

 

Der Begriff Krimi ist nämlich ganz schön speziell. Mitnichten ist er ein treffender Genrebegriff, er wird eher umgangssprachlich verwendet. Dennoch kann man sich unter dem Schlagwort Krimi sofort etwas vorstellen, denn er hat über die Jahrzehnte eine Prägung erfahren. Betrachten wir den Begriff mal streng kulturwissenschaftlich, dient der Krimi als Sammelablage für all das, was vom Kriminalfilm übrigbleibt, wenn man die anderen Subgenres aus der Asche puttelt. Krimi ist mitnichten nur die Kurzform von Kriminalfilm. Googelt man nach den besten Kriminalfilmen, tauchen da sogleich Filme wie PULP FICTION, DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER oder DER PATE auf. Aber ist PULP FICTION das Erste, was einem einfällt, wenn man nach einem klassischen Krimi sucht?

 

 

Was vom Krimi(nalfilm) übrigbleibt

 

Der Kriminalfilm ist ein Genre, welches sich in eine Vielzahl Subgenres unterteilt. Der englische Begriff “Crime” trifft die Materie am besten, denn er beschreibt, worum es in allen Filmen jenes Genres geht – um das Verbrechen. Und derer gibt es viele auf dem Erdenrund. Da passt nun auch PULP FICTION gut hinein, ein Vertreter des Subgenres Gangsterfilm, der sich weiter nach unten verästelt. DER PATE spezifiziert das im Untergenre des Mafiafilms. DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER hingegen ist ein waschechter Serienkillerfilm, den wir hier schon ausführlich besprochen haben.

 

 

Ein Thema – Verbrechen – verschiedene Subgenres: Polizeifilme, Mafiafilme, Serienkillerfilme, Gerichtsfilme, Gefängnisfilme

Diese Subgenres nähern sich dem Begriff Verbrechen von Seiten der Verbrecher, Halunken, Spitzbuben und Totmacher, die Faszination für das Böse war dem Menschen seit Urzeiten gegeben. Aber gibt es auch die gute Seite, die der Verbrechensbekämpfer. Dazu zählt der Cop- oder Polizeifilm, der klassische Spionagefilm, aber auch der Gerichtsfilm und der Gefängnisfilm um die Aspekte Strafverfolgung und Sühne. Damit sind fast alle thematischen Subgenre des Kriminalfilms abgedeckt. Wo aber ist in dieser Aufzählung der umgangssprachliche Krimi?

 

Unter dem Begriff Krimi formieren sich hauptsächlich Adaptionen aus der Kriminalliteratur, Detektivgeschichten, Ermittlerfilme und noch einige andere Spitzfindigkeiten, die wir uns heute mal näher anschauen wollen. Denn der klassische Krimi innerhalb der Filmgeschichte ist ein bewegtes Subgenre mit Höhen und Tiefen und ein interessanter Spiegel der Wirkungsweise von Genre und Medium. Der Krimi hat zu gleichen Teilen Kino- wie Fernsehgeschichte geschrieben. Wo kommt er also her, der klassische Krimi? Und wie funktioniert er dramaturgisch und erzählerisch?

 

 

„Puzzling questions, are not beyond all conjecture“

 

Auch wenn sich Geschichten um Verbrechen bis auf den Fall Kain gegen Abel zurückverfolgen lassen, klassische Kriminalliteratur wurde erst im 19. Jahrhundert populär. Der Urvater des Krimis war der amerikanische Schriftsteller Edgar Allan Poe (1809 – 1849). Er erschuf Detektivgeschichten, in denen es vor allem um die Aufklärung mysteriöser Mordfälle geht. Damit gilt er auch als einer der Begründer der Genres Mystery und Horror.

 

 

In einem seiner bekanntesten Werke “Doppelmord in der Rue Morgue” schuf er viele Grundlagen für den späteren Kriminalroman und somit auch für den Kriminalfilm. Hauptfigur war ein Detektiv namens Auguste Dupin, der als Blaupause für spätere Kriminalisten dienen sollte, inklusive des beliebten Sidekicks. Auch nahm Poe in der Geschichte wichtige Mechanismen wie den “Mord hinter verschlossenen Türen” und die analytische Ableitung vorweg, die andere Autoren nach ihm in ihren Geschichten perfektionieren. Poe steht zwar auch als Begründer moderner Schauergeschichten, doch ist sein Einfluss auf die Kriminalliteratur noch wesentlich entscheidender gewesen.

 

Im jungen Medium Film waren Adaptionen von Poes Werken allerdings nicht von Anfang an dabei, die erste Verfilmung von “Doppelmord in der Rue Morgue” erblickte 1914 das Licht der Leinwand, wurde aber erst 1932 mit MURDERS IN THE RUE MORGUE mit Bela Lugosi populär. In den 30er und 40er Jahren wurden unter anderem THE BLACK CAT, THE CRIME OF DR. CRESPI und TELL-TALE HEART verfilmt, bis sich ab 1960 der Regisseur Roger Corman einen Namen als Poe Interpret machte.

 

MORD IN DER RUE MORGUE (1971) von Gordon Hessler

John Cusack als Edgar Allan Poe in THE RAVEN (2012) von James McTeigue

 

Ganze acht Filme entstanden bis 1965, darunter Klassiker wie THE RAVEN und THE PIT AND THE PENDULUM, allesamt mit Vincent Price in der Hauptrolle. Dann wurde es bis auf ein paar Ausnahmen recht still um Poe Verfilmungen, erst 2012 entstand die gelungene Interpretation THE RAVEN mit dem Altmeister selbst als Hauptfigur, der auch ein klassischer Detektivkrimi ist.

 

Edgar Allan Poe inspirierte mit seinen Werken andere Autoren, die sein Kriminalrezept verfeinerten. Neben Wilkie Collins Roman “Die Frau in Weiß” aus dem Jahr 1860, der bislang sieben mal verfilmt wurde, waren es vor allem die Geschichten um den Detektiv Sherlock Holmes und seinem Freund Dr. Watson aus der Feder des Briten Arthur Conan Doyle, die Weltruhm erlangen sollten.

 

 

Ausschluss des Unmöglichen

 

 

Doyle bezog sich auf Poes Privatdetektiv Dupin und schuf den wohl charismatischsten und cleversten Verbrechensaufklärer der Neuzeit. Sherlock Holmes Verstand arbeitete überaus präzise, seine Herangehensweise an Kriminalfälle war einzigartig. Die Figur wurde so ikonisch, dass das junge Medium Film nicht um sie herumkam. Die erste Verfilmung SHERLOCK HOLMES BAFFLED stammt aus dem Jahre 1900 und das 30-sekündige Werk ist auch der erste Mysterystreifen der Filmgeschichte.

 

 

Holmes hat es hier mit einem Einbrecher zu tun, der sich mit samt seiner Beute im Luft auflöst. Mysteriös auch der Umstand, dass bis heute niemand den Darsteller des Sherlock Holmes kennt, auch wenn dieser mit der Figur recht wenig zu tun hat. Aber bereits in diesem frühen Film etablierte sich das typische Krimimotiv des Verbrechens im verschlossenen Raum und der eher analytischen Herangehensweise an den Fall.

 

Sherlock Holmes war beliebt in Literatur und Film. Im Stummfilm ADVENTURES OF SHERLOCK HOLMES aus dem Jahr 1905 trat erstmals sein Freund Dr. James Watson auf, zwischen 1908 und 1911 gab es eine erste dänische Filmreihe um den berühmten Detektiv, die elf Filme umfasst. Die erste britische Produktion eines Sherlock Holmes Film stammt aus dem Jahr 1914 – A STUDY IN SCARLET. Bis im Jahr 1939 die legendäre Verfilmung DER HUND VON BASKERVILLE mit Basil Rathbone als Sherlock Holmes erschien, wurde Arthur Conan Doyles Detektivgeschichten bereits knapp hundert mal verfilmt.

 

Basil Rathbone als Sherlock Holmes und Nigel Bruce als Dr. Watson in DER HUND VON BASKERVILLE (1939)

Die Filmreihe mit Basil Rathbone und Nigel Bruce als Dr. Watson umfasste zwischen 1939 und 1946 stolze 14 Filme. Bis auf ein paar Ausnahmen, beispielweise den ersten Sherlock Holmes Farbfilm aus dem Jahr 1959, DER HUND VON BASKERVILLE von Terence Fisher, war der berühmte Detektiv ab den 50er Jahren aber hauptsächlich im TV zu finden. Nur selten trat er auf der Leinwand auf und selbst da waren es kaum Adaptionen der Werke Conan Doyles, sondern eigene Interpretationen wie DAS PRIVATLEBEN DES SHERLOCK HOLMES (1970) von Billy Wilder oder die charmante Jugendgeschichte YOUNG SHERLOCK HOLMES von 1985.

 

 

 

Erst 2009 kehrte Sherlock Holmes wieder fulminant auf die Leinwand zurück – Guy Ritchies neuzeitliche Interpretation SHERLOCK HOMES mit Robert Downey jr. und Jude Law in den Hauptrollen. Zwar spielte diese Adaption wie auch die Fortsetzung SHERLOCK HOLMES: A GAME OF SHADOWS von 2011 im zeitgenössischen viktorianischen England, aber inszenatorisch sind beide Verfilmungen eher rasant und haarsträubend actiongeladen als ein intellektuelles Rätselraten um den Mörder.

 

Robert Downe jr. in SHERLOCK HOLMES (2009)

Benedict Cumberatch als Holmes, Martin Freeman als Watson & Mark Gattis als Mycroft in SHERLOCK (2010 – 2017)

 

Dass Sherlock Holmes aber ein zeitloser Held ist, beweist ab 2010 die britische Reihe SHERLOCK mit Benedikt Cumberbatch und Martin Freeman. Es handelt sich um weitestgehend werksgetreue Originalgeschichten Conan Doyles wie A STUDY IN PINK oder THE HOUND OF BASKERVILLE. Aber jene Adaptionen spielen im Hier und Jetzt, Holmes löst seine Fälle auch mittels Twitter und anderen Sperenzchen. Wenn auch diese Neuinterpretation an Rasanz und Action kaum etwas mit der eher sachlichen und analytischen Vorlage zu tun haben, die clevere Art des Detektivs begeistert auch heute noch den Krimifan und Holmes hat im Kino oder TV noch längst nicht ausgedient.

 

Mord war ihr Hobby

 

 

Wenn es um die literarische Grundlage des heutigen Krimis geht, darf ein Name allerdings nicht fehlen – Dame Agatha Mary Clarissa Christie, Lady Mallowan, kurz Agatha Christie (1890 – 1976). Die Werke der britischen Schriftstellerin haben sich über 2 Milliarden mal verkauft, womit Christie eine der weltweit erfolgreichsten Autorinnen ist. 22 Kinofilme, 76 TV-Filme und Serien sowie 19 Zeichentrickfilme wurden bislang von Agatha Christie Stoffen adaptiert. Der Roman “Und dann gab´s keines mehr” ist der erfolgreichste Krimi der Welt.

 

 

Agatha Christie schuf ebenso wie Poe und Conan Doyle charismatische Detektive und Ermittler, allen voran den Belgier Hercule Poirot und die scharfsinnige alte Dame Miss Marple. Wenn auch viele Krimigrundlagen von Edgar Allen Poe und Arthur Conan Doyle stammten, perfektioniert hat sie Grand Madame Agatha Christie.

 

MURDER AHOI, der 4. Film mit Margaret Rutherford als Miss Marple, basiert nicht auf einer Vorlage von Agatha Christie

Die frühsten Verfilmungen von Werken Christie’s gehen auf die Jahre 1928 und 1931 zurück. In ALIBI (1931), einem der ersten Tonfilme, gibt sich Privatdetektiv Hercule Poirot das erste mal die Ehre. Die erste richtige Kino Adaption entstand 1945 mit AND THEN THERE WERE NONE (DAS LETZTE WOCHENENDE). Der Roman aus dem Jahr 1939 ist auch bekannt unter dem Titel TEN LITTLE NIGGERS, ein Begriff, der heute, wenn auch etwas widerwillig, als dramaturgisches Prinzip bezeichnet wird.

 

 

 

1957 entstand der Gerichtskrimi Klassiker ZEUGIN DER ANKLAGE mit Marlene Dietrich, doch wirklich populär wurden Agatha Christie Verfilmungen dann zwischen 1961 und 1964, in denen die britische Schauspielerin Margaret Rutherford die berühmte Miss Marple gab. Agatha Christie selbst war gar nicht angetan von Rutherford, auch basiert nur der erste Film MURDER SHE SAID (16 UHR 50 AB PADDINGTON) auf dem gleichnamigen Roman Christies.

 

DER WACHSBLUMENSTRAUSS und VIER FRAUEN UND EIN MORD sind eigentlich Romane um Hercule Poirot, der letzte Film MÖRDER AHOI leiht sich nur Motive Christies. Trotz allem waren die Miss Marple Filme mit Rutherford Kassenschlager.

 

 

 

Sir Peter Ustinov als Hercule Poirot in RENDEVOUZ MIT EINER LEICHE (1988) von Michael Winner

In den 60er und 70er Jahren sollte aber Hercule Poirot die kniffligsten Fälle lösen, mal mimte den eloquenten Belgier Tony Randall (DIE MORDE DES HERRN ABC), Albert Finney (MORD IM ORIENT EXPRESS) und schließlich der Publikumsliebling Sir Peter Ustinov (TOD AUF DEM NIL, DAS BÖSE UNTER DER SONNE, RENDESVOUZ MIT EINER LEICHE).

 

Im Kino verschwand dann nicht nur Miss Marple und Hercule Poirot, sondern gleich der ganze klassische Krimi, wie ihn Poe, Conan Doyle und Christie erschaffen hatten. Im TV jedoch gedieh er prächtig. Warum das so war, klären wir gleich. Was aber waren nun diese dramaturgischen Blaupausen jener Autoren, die den Krimi heute noch kennzeichnen?

 

 

 

 

Elements Of Crime

 

 

Die drei großen Kriminalautoren erschufen sämtliche Elemente, die den klassischen Krimi auszeichnen. Da wäre zuerst das Prinzip des verschlossenen Raums, welches zum ersten Mal in Edgar Allan Poes “Doppelmord in der Rue Morgue” auftauchte. Der verschlossene Raum kann ein hermetisch abgeriegeltes Zimmer sein, in dem ein Verbrechen passiert ist, im besten Fall Mord.

 

Aber auch SHERLOCK HOLMES BAFFLED von 1900 spielt mit diesem Element, da ist es der Dieb, der plötzlich verschwindet, ohne eine Tür zu öffnen. Es ist ein Mysteryelement, welches man als Figur wie Zuschauer nur schwer erklären kann. Ein verschlossener Raum, ein Toter, mehrere Verdächtige. Wie konnte es zu dem Mord kommen, wenn doch keiner jenes Zimmer betreten oder verlassen hat?

 

 

Der verschlossene Raum aber kann vieles sein. Es kann ein Schloss sein (COCKTAIL FÜR EINE LEICHE) oder ein Schiff (TOD AUF DEM NIL). Nun stellen sich Fragen. Wie konnte der Mörder entkommen, wenn Fenster und Türen verschlossen waren? Im Zuge der “Ermittlungen” werden Fakten präsentiert, Theorien geäußert wie verworfen. Diesem Spiel wohnt der Zuschauer bei und rätselt mit dem Detektiv und den Verdächtigen. Es ist der Drang nach der Wahrheit, der als dramaturgischer Motor fungiert, weswegen der Krimi so beliebt ist.

 

 

 

AND THEN THERE WERE NONE (1945) von René Clair – nach dem Zählreim Zehn kleine Negerlein bzw. Ten little Indians aus dem Jahre 1868

Doch es gibt weitere Elemente. Das bekannteste ist der Begriff “whodunit”, also “Who has done it?” oder schlicht “Wer war es?”. Hierbei begleitet der Zuschauer den Detektiv oder den Ermittler bei der Spurensuche, um letztlich den Mörder zu finden. Im verschlossenen Raum gibt es eine Vielzahl von Verdächtigen, jeder hat eine Beziehung zum Mordopfer. Das Resultat ist ein intellektuelles Ratespiel, wer es den nun getan haben könnte.

 

Dieses Prinzip lässt den Zuschauer wirklich Teil an der Geschichte nehmen und ihn an Story und Figuren binden. Am Ende kommt es meist zu einer Aufklärung, in der der Detektiv die Fakten bündelt und zu einem klaren Schluss kommt – bestenfalls bevor es der Zuschauer tut.

 

 

Das Prinzip “Ten Little Indians” oder “Zehn Kleine Negerlein” ist hier eine Sonderform, die mit dem “whodunit” einhergehen kann, aber nicht muss. Hier werden die Reihen der Verdächtigen nach und nach gelichtet, wie im Fall UND DANN GABS KEINES MEHR von Agatha Christie. Dieses Prinzip muss nicht so rigoros bis zum letzten Mann oder der letzten Frau durchexerziert werden.

 

In TOD AUF DEM NIL gibt es einen “verschlossenen Raum”, das Schiff auf dem Fluss, von dem es keine Flucht gibt. Es gibt eine Reihe von Verdächtigen, jeder könnte es gewesen sein. Doch es kommt zu weiteren Morden an den Verdächtigen, die Schlinge zieht sich zu. In IDENTITÄT aus dem Jahr 2003 bleibt am Ende in der Tat nur einer übrig, der dann der Mörder sein muss.

 

 

Beim Lösen des Falls in Krimis stecken 25% Fakten und 75% Behauptung. Ist die Behauptung clever, glaubt man auch den Rest.

Es gibt noch weitere Elemente wie “whodunit” oder das Lichten der Reihen Verdächtiger. Manchmal erleben wir im Krimi den Mord am Anfang mit und haben einen Informationsvorsprung vor dem Ermittler. In diesem Fall geht es nicht darum herauszufinden, wer es getan hat, sondern eher wie und warum der Täter die Tat begang.

 

Damit befasst sich zwar eher das Subgenre des Justizfilms, im dem Fall ist der Ermittler meist Anwalt, aber auch von dem Wie und Warum geht eine Faszination aus. Im Detektivfilm macht es ungemein Spaß, dem Ermittler dabei beizuwohnen, wie er sich an die Lösung des Rätsels herantastet. Gilt es einen freilaufenden Mörder zu schnappen, ist zudem interessant, ob und wie er es wieder tut – morden. Davon lebt vor allem der Serienkillerfilm.

 

Nicht ganz so clever ist das verbreitete Motiv in Krimis, dass am Ende ein Mörder präsentiert wird, auf den man so nie gekommen wäre. Manchmal tauchen am Ende Figuren auf, von denen hat man vormals nie etwas gehört. Generell bedarf es im Krimi auch immer eines Mittlers zum Ermittler. Wenn so clevere Köpfe wie Holmes, Poirot oder Marple komplizierte Theorien aufstellen, kommt der Ottonormalzuschauer meist nicht mit. Dafür gibt es Figuren, die diese Position des Zuschauers einnehmen, wie Dr. James Watson oder Arthur Hastings für Sherlock Holmes und Hercules Poirot.

 

 

Der Mörder ist immer der Gärtner oder der Butler – das Krimi Klischee

Die stellen meist genau in dem Moment jene Fragen, die sich auch der Zuschauer stellt. “Wie hat er das angestellt?” fragt Dr. Watson, bevor Holmes seine Theorie äußert und somit ist Watson auch die Stimme des Zuschauers, der sich die selbe Frage stellt. Der Sidekick zum Ermittler ist eine wichtige, dramaturgische Figur in Krimis und diese Figuren sind nicht weniger beliebt als der Detektiv selbst.

 

So wundervoll diese dramaturgischen Elemente im Krimi auch sind, sie sind auch zum Teil der Grund, warum sich der Krimi im Laufe der Filmgeschichte so stark gewandelt hat und ins Medium Fernsehen abgewandert ist. Doch es gibt nicht nur innere, sondern auch äußere Einflüsse dieser Entwicklung.

 

 

Der Detektiv hat seine Schuldigkeit getan

 

 

Der klassische Krimi boomte bereits zur Stummfilmzeit und erlebte einen weiteren Höhepunkt in den Jahren zwischen 1934 und 1947 mit der Filmreihe DER DÜNNE MANN, basierend auf dem Kriminalroman von Dashiell Hammett.

 

 

 

 

Die 6-teilige Filmreihe mischte leichte Krimikost mit Screwball Elementen und witzigen Dialogen und wurde ein Gassenhauer. Die Krimielemente waren derzeit bereits so geläufig, dass sie sich gut für eine Parodie eigneten. Die Krimikomödie ist ein überaus gut funktionierendes Genre Crossover, denn man hatte die Elemente so gut verinnerlicht, dass man sie in der Parodie sofort erkannte. Zudem veränderte die komödiantische Tonalität nicht die Brisanz oder Spannung der Verbrechensaufklärung, die auch in der Krimikomödie noch funktioniert.

 

Doch der Krimi ging ab da einen eher düsteren Weg. Auch im Film Noir zwischen den Jahren 1941 und 1958 war der Krimi wegweisend und zum Teil seiner Zeit voraus. Im Film Noir wurde der pessimistische Held späterer Jahrzehnte vorweggenommen, die Ermittler hatten selten die unbeschwerte, distanzierte Art eines Holmes oder Hercule Poirot.

 

Die Filme DIE SPUR DES FALKEN, FRAU OHNE GEWISSEN oder LAURA gelten heute als Krimiklassiker, obgleich man sich bewusst ist, dass sie den Krimi um neue Elemente erweiterten, die filmgeschichtlich erst später wieder in anderen Subgenres aufgegriffen wurden (zum Beispiel die Femme Fatal).

 

 

Ab den 50ern veränderte Alfred Hitchcock den Krimi weiter in Richtung einer neuen Genrespielart. Es war der Anfang vom Ende des klassischen Krimis im Kino und das hatte triftige Gründe. War der Krimi eine eher intellektuelle Angelegenheit, verlangte das Kino ab den Fünfzigern nach größeren Schauwerten und größerer Emotionalität, beides nicht unbedingt Aushängeschilder des Krimis. Denn der spielte meist in verengten Szenarien, bedingt durch das Element des verschlossenen Raumes. Er glich eher einem Theaterstück, ein Krimi konnte auch in einem einzigen kargen Zimmer spielen. Zudem war die Herangehensweise an den Fall, beispielweise Mord, eher unemotional.

 

 

Das lag daran, dass der Ermittler oder Detektiv selten persönlich mit dem Fall verbandelt war. Er behandelte ihn distanziert und kühl. Nachdem der Mörder enttarnt wurde, ging der Detektiv meist seelenruhig schlafen. Wenn ein Ermittler oder Detektiv persönlich von dem Fall betroffen ist, spricht man nicht von einem Krimi, sondern von einem Thriller.

 

 

Natürlich war ein Krimi spannend, die Frage nach dem Mörder wie die analytische Aufklärung der Tat. Ein Thriller aber war spannender, weil es meist auch um das Wohl, nicht selten um das Leben der Hauptfigur ging. Entweder stand der Ermittler selbst unter (falschem) Verdacht oder er war das Ziel des Verbrechers. War der Zuschauer im Krimi nur mit dem Fall verbandelt, fühlte er im Thriller vor allem mit der Hauptfigur mit. Schauwerte und emotionale Bindung waren die Hauptgründe, warum der Krimi langsam aus dem Kino ins TV abwanderte. So langsam fand das aber gar nicht statt.

 

 

Krimielemente, aber auch eine emotional betroffene (Thriller)Hauptfigur – MEMENTO (2001) von Christopher Nolan

Nach Hitchcocks Krimis, die immer mehr Thriller wurden, den Siebziger Jahren mit ihren depressiven Antihelden und Polizeifilmen, den Actionhelden der Achtziger und den Erotikthrillern der Neunziger – im Kino schien kein Platz mehr für den klassischen Krimi. Im Kino wollte man staunen und mitfiebern, intellektuelle Ratespiele sah man lieber in Ruhe zu Hause vor der Glotze. Trotzdem versuchte man, den Krimi in diesen schweren Zeiten auch im Kino noch zu retten, indem man Genres mischte.

 

 

 

 

“Jede Leiche ist ohne ein Wort zu erschießen!”

 

 

 

Ein weiterer großer Krimiautor war der Brite Edgar Wallace (1875 – 1932). Bereits zwischen 1927 und 1939 erschienen sieben Verfilmungen nach Romanen von Edgar Wallace, bis auf DER WÜRGER VON LONDON waren das alles auch deutsche Produktion und eine britische Koproduktion (DER WÜRGER, 1929).

 

 

Joachim Fuchsberger und Klaus Kinski in DIE TOTEN AUGEN VON LONDON (1961) von Alfred Vohrer

Doch wirklich berühmt wurden die Krimis von Edgar Wallace erst mit der Filmreihe von Rialto Film zwischen 1959 und 1972. Der erste Film der Reihe DER FROSCH MIT DER MASKE wurde ein großer Erfolg und ebnete den Weg für ein wahrlich neues Krimivergnügen abseits der analytischen Herangehensweise. Die Edgar Wallace Filme waren aber auch keine Thriller, es waren meist whodunit Geschichten und sie bezogen ihre Wirkung eher aus dem britischen Horrorfilm.

 

Englische Schlösser, Kellergewölbe, Irrenanstalten, Edgar Wallace Verfilmungen aus dem Hause Rialto hatten schaurige Locations, Fieslinge mit unheimlichen Masken waren die Hauptattraktion, aber auch clevere Ermittler, gespielt unter anderem von Joachim Fuchsberger, Heinz Drache oder Siegfried Lowitz. Die Bösewichte wurden von großen Namen wie Klaus Kinski oder Christopher Lee gespielt, Karin Dor oder Uschi Glas wurden zu Stars.

 

Natürlich hatten die Edgar Wallace Filme größere Schauwerte als die TV-Krimis in den Sechzigern und Siebzigern. Während in den USA der klassische Krimi im Kino kein Publikum mehr fand, erlebte er in Deutschland seinen letzten großen Lauf im Lichtspieltheater. Vor allem aber waren die Edgar Wallace Schinken echte Genrefilme mit ganz eigener Atmosphäre und Esprit, die auch andere europäische Subgenres beeinflussten, wie den italienischen Giallo, der in etwa zeitgleich entstand.

 

 

Im Zuge des Erfolgs der Edgar Wallace Filme sprossen in Deutschland zahlreiche Krimiableger aus dem Boden, wie die Durbridge Filme (Paul Temple Reihe, PICCADILLY NULL UHR ZWÖLF 1963) nach Drehbüchern des englischen Schriftstellers Francis Durbridge. Doch Ende der Sechziger Jahre wanderte der klassische Krimi dann auch in Deutschland fast vollständig ins Fernsehen ab. Bis zum heutigen Tag gibt es nur wenige Ausnahmen.

 

 

 

Warum vor allem in Deutschland der Krimi so beliebt war, hatte verschiedene Gründe. Vielleicht lag es an der deutschen Geschichte, dass man sich nach der Durchsetzung von Recht und Ordnung sehnte. Die Faszination am Verbrechen hingegen war eher international. Auch driftete der eher intellektuelle Krimi in realistische Fahrwasser hin zur Milieustudie.

 

 

War am Anfang das Verbrechen meist am kleinen, armen Mann gekoppelt, loteten vor allem Arthur Conan Doyle und Agatha Christie das Verbrechertum auch in höheren Schichten der Gesellschaft aus. War am Anfang die Großstadt ein Sündenpfuhl des Verbrechens, gab es nun auch mehr und mehr Delikte im provinziellen Bereich, ein Pulverfass innerhalb einer trügerischen Idylle. Der Provinzkrimi entstand und ist auch heute noch beliebt in Literatur und (Fernseh)Film.

 

 

 

Joseph Hader als mittelloser Privatdetektiv Simon Brenner in DAS EWIGE LEBEN (2015) von Wolfgang Murnberger

Zudem gab es Länder mit großer Krimiaffinität, nicht nur Detuschland, auch die Schweiz und Österreich waren krimifanatisch und mischten mehr oder minder komplizierte Mordfälle mit allerlei Lokalkolorit. Neben dem Schweizer Wachtmeister Suder ermittelte in Österreich ein gewisser Brenner nach Büchern des Schriftstellers Wolf Haas, wunderbar lakonisch und melancholisch gespielt von Joseph Hader. Die Krimiautorin Rita Falk wiederum lieferte die Vorlagen für die Provinzkrimireihe um den Dorfpolizisten Franz Eberhofer.

 

 

 

Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett

 

Ab den fünfziger Jahren aber erblühte der Krimi vor allem im Fernsehen. Ohne Hektik, schnelle Schnitte oder aufwändige Kulisse konnte der Krimi dort spannend-entspannende Unterhaltung liefern, während man im Kino Schauwerte und Emotionalität suchte. Ein anderer Grund war aber auch die Struktur. Der Detektiv innerhalb von klassischen Krimis verändert sich so gut wie nie, es wäre auch fatal, wenn Sherlock Holmes plötzlich ganz anders agiert als erwartet. Das macht den Krimi so geeignet für Reihen und Serien. Es gibt immer wieder neue Fälle, der Ermittler aber löst sie ein ums andere mal in seiner bekannten Art und Weise.

 

 

So waren Krimistoffe von Anfang an wie geschaffen für Serien. International ging es 1951 mit der US-Serie DRAGNET los, es folgten 77 SUNSET STRIP, PERRY MASON oder SOLO FÜR O.N.C.L.E.. Basis jeder Krimiserie war der mehr oder minder charismatische Ermittler, egal ob COLOUMBO, KOJAK, MIKE HAMMER, MATLOCK oder MAGNUM, der Ermittler war immer eine Type, deren Spleen oder Eigenartigkeit man immer wieder gern sah. Alle diese Detektive, Kommissare und Ermittler basieren so auf den Vorbildern Dupin, Holmes oder Piorot, werden aber immer wieder variiert. Die Mordfälle müssen nicht clever sein, der Ermittler auch nicht unbedingt, aber er muss charismatisch sein.

 

Peter Falk als Inspektor COLUMBO (1968 bis 2003)

Dieses Rezept reicht bis zum heutigen Tage, an dem mehr neue Krimiserien aus dem Boden spießen als jemals zuvor. Der Krimi im Fernsehen ist ein Selbstläufer und man hat mit ihm in alle Richtungen experimentiert. Mystery lag dem Krimigenre beispielsweise schon immer in den Genen.

 

Ausgereizt haben es Serien wie TWIN PEAKS, Krimiserien können düster daherkommen wie TRUE DETECTIVES oder witzig bis albern sein wie in CASTLE. Echte Mordfälle wie in AMERICAN CRIME STORY sind ebenso beliebt wie pure Fiktion wie in vielen forensischen Ermittlungsserien, die Realismus durch viel falschen Budenzauber vortäuschen.

 

 

 

Deutsche Krimiserien haben sich sicher viel von amerikanischen Vorbildern abgeschaut. Die erste deutsche Krimiserie war DER POLIZEIBERICHT MELDET… aus dem Jahr 1953, es folgte das deutsche DRAGNET Pendant STAHLNETZ, danach ISAR 12 und DER KOMMISSAR, bis 1970 das Konzept für eine ganz eigene Krimireihe umgesetzt wurde – der TATORT. Aber auch in Ostdeutschland waren die Bürgerinnen und Bürger gierig nach Krimiware.

 

1971 antwortete man auf den TATORT mit der Sendung POLIZEIRUF 110. Waren die TATORT Filme eher dem Prinzip “whodunit” zuzuordnen, war dem POLIZEIRUF 110 Publikum der Täter meist von Anfang an bekannt und somit eher ein “howcatchem”. Beide Urgesteine der Fernsehkrimiunterhaltung sind auch heute lebendig, auch wenn sich vor allem der TATORT stilistisch verändert hat.

 

 

Krimiserien sind seither des Deutschen liebstes Kind. DERRICK, DER ALTE, mehrere SOKEN, das sind nur die langlebigsten und bekanntesten Vertreter, was seit 1953 an deutschen Krimiserien im TV gelaufen ist, kann man heute kaum mehr aufzählen. Heute mischen verstärkt weibliche Ermittler oder Duos im Krimigeschehen mit, die Helden mögen nicht so charismatisch wie ihre amerikanischen Vorbilder MONK oder KOJAK sein, aber auch das deutsche Fernsehen hatte ihre Unikate wie der grobe Schimanski oder der stämmige BULLE VON TÖLZ.

 

Mit 1025 Folgen in Spielfilmlänge ist und bleibt der TATORT eine deutsche Institution. Angefangen hat alles mit der ersten Folge TAXI NACH LEIPZIG, Nastassja Kinskis Nacktauftritt in REIFEZEUGNIS wurde berühmt berüchtigt, es gab blutige Folgen wie es auch sterbenslangweilige gab. Der TATORT hat sich vor allem aber stilistisch entwickelt, sei es in melancholischer oder komödiantischer Ausprägung.

 

Weil der TATORT aber vor allem realistische Kriminalfälle schildert, fallen etwaige Wendungen im Fall meist negativ auf. Ein Sherlock Holmes konnte am Ende gut und gern einen völlig abwegigen Mörder präsentieren, dem TATORT verzeiht man dagegen kaum eine Ungereimtheit. Würde sich das ändern, wenn man den TATORT für genrelastigere Erzählmechanismen öffnet. Veränderungen gab es durchaus auch beim TATORT, aber eher in kleinen Dosen. Weil er so fest verankert ist für den deutschen Krimifan, ist man ob manch fulminanter Folge wie IM SCHMERZ GEBOREN erstmal irritiert.

 

 

In anderen Medien wie im Kino scheint der TATORT auch nicht wirklich zu funktionieren. Waren die Schimanski Kinofilme ZAHN UM ZAHN und ZABOU noch eine nette Ergänzung, floppte Til Schweigers TSCHILLER: OFF DUTY von Christian Alvart gewaltig an der Kinokasse. Wie aber wäre es mit einem TATORT Spin off, eine Art TATORT BLACK EDITION, in der junge Regisseure auch mit Mystery oder Horror spielen können? Könnte der Deutsche das ertragen?

 

 

 

Inspector, Inspektör

 

Fest steht, der klassische Krimi im Kino ist tot, im TV dagegen überaus lebendig. Nur wenige Länder haben ein reichhaltiges, nationales Krimiangebot auch für die Leinwand, Skandinavien gehört dazu wie auch Krimifilme und Serien aus Großbritanien.

 

 

Besonders aus Skandinavien kommen seit dem Erfolg der MILLENIUM TRILOGIE nach Stieg Larsson die besten Krimis in Europa überhaupt. Die Ermittler sind charismatisch und clever, aber man kann sie emotional fassen, sie haben Geheimnisse und dunkle Seiten. Die Erzählweise ist elegisch und ruhig, Mystery ist überaus willkommen, vor allem in der ländlichen Provinz gibt es Pulverfässer, die Natur ist rau und düster wie die Plots. Ob es im internationalen Kino noch einmal zu einer klassischen Krimiwelle kommt, ist eher fraglich. Man kann sich als Krimifan schon glücklich schätzen, mal wieder eine Agatha Christie Adaption serviert zu bekommen wie mit dem Remake von MORD IM ORIENT-EXPRESS von Kenneth Branagh.

 

Das Remake MURDER ON THE ORIENT EXPRESS (2017) von Kenneth Branagh

 

Der umgangssprachliche Krimi ist also ein sehr eng gefasster Begriff, in seiner Wirkung aber überaus erfolgreich, nur eben vorrangig im TV statt im Kino. Es ist zu bezweifeln, dass sich das Kino wieder derart entschleunigt, um Platz für 120 Minuten Rätselspaß zu machen. Aber ein richtiger Krimi ist auch eher etwas für die Couch bei Nieselregen und mit Decke über den Kopf, wenn der Mörder aus dem Nebel auftaucht oder von irgendwo eine Stimme brummt: “Hallo. Hier spricht Edgar Wallace.”

 

 

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In der Reihe DIE KLEINE GENREFIBEL habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, sämtliche Genre, Subgenre, Mikro- und Nanogenre des Genrefilms vorzustellen. Eine Aufgabe, die mich bis weit nach mein Lebensende beschäftigen wird. Ich lege den Fokus auf Dramaturgie und Buch, werde mich aber auch mit der Inszenierung sowie den jeweils besten Vertretern befassen.

 

Lesen Sie in der nächsten Folge:

 

 

 

4 Comments

  1. Antworten

    […] zur Originalserie. Trotz aller Eigentümlichkeit, TWIN PEAKS erzählte zwischen 1990 und 1991 einen Krimi, einen Whodunnit-Plot mit folgender Prämisse: Wer war der Mörder von Laura Palmer? Ein FBI-Agent namens Dale B. Cooper […]

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    […] hat die Horror-Anthologie noch eine Daseinsberechtigung. Viel wurde adaptiert in den Jahrzehnten, Poe, King, Lovecraft. Heute dient der immer noch boomende Horror-Anthologiefilm vor allem jungen […]

  3. Antworten

    […] in dem sich Dutzende Unterarten tummeln. Klassisch tangieren Cops in Filmen die Bereiche Drama, Krimi und Thriller. Da geht’s schon los, eine häufige Frage ist, was der Unterschied zwischen einem Thriller […]

  4. Antworten

    […] die dutzende Figuren besitzt, die sich um eine zentrale Frage spinnen: „Wer war es?“ Ein ähnliches Prinzip basiert auf dem alten Abzählreim um Zehn kleine Negerlein! In diesem alten Lied, welches Vorlage für einen Roman von Agatha Christie war, dezimiert sich so […]

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Christian Hempel | Autor, Dramaturg und Stoffentwickler | Gesslerstraße 4 | 10829 Berlin | +49 172 357 69 25 | info@traumfalter-filmwerkstatt.de